Erntezeit

Die Erntezeit ist eine schöne Zeit, denn viel Schönes hält sie für uns bereit. Wir erhalten das Ergebnis, den Lohn, den Segen, die Belohnung für unsere Arbeit. Allerdings geschieht am Tag der Ernte eine Auswahl: Die guten Früchte werden gesammelt, die schlechten Früchte entsorgt.

Auch unser Lebensweg, den wir gegangen sind, lässt uns heranreifen  – zu welchem Ergebnis?

Am Anfang des Monats gibt es den Monatsspruch (einen kleinen Gedanken) und in der Mitte des Monats gibt es dann den „Gedankensplitter“ der weitere, tiefere, etwas umfangreichere Gedanken enthält. Oftmals wird darin der Monatsspruch ausführlicher dargelegt — einmal ansehen.

. . . ist es nicht weise eingerichtet?

(z.B. wenn Menschen eine Berufswahl treffen, oder heiraten wollen)

Zum Glück sieht man nur, was gegenwärtig ist   – den Rest kann man nur erahnen. Ein klein wenig kann man aus der Vergangenheit ableiten. Und doch sehen wir mehrheitlich nur das, was gegenwärtig ist.

Und dieses ist auch gut so, denn man würde manchen Schritt nicht gehen, manche Handlung nicht tätigen, manches Ziel nicht anstreben, manche Verpflichtung nicht eingehen   – und eventuell sogar seine Hoffnung verlieren.  Am Ende sieht man das Ergebnis, doch kann man viel für ein gutes Ende inzwischen tun.

Das Leben ist nun einmal eine Reise ins Ungewisse oder gibt es da mehr, vielleicht einen göttlichen Rat?

Anteilnahme

(Dein Glück ist auch mein Glück, Dein Schmerz ist auch mein Schmerz)

Wir leben nicht allein auf der Erde, es gibt Menschen um uns herum. Wir brauchen einander mehr denn je, bedingt durch neue Erkenntnisse, immer kompliziertere Technik, neue Krankheiten, Vermischung verschiedener Kulturen. Auch Naturkatastrophen nehmen zu.

Und doch sind die Grundbedürfnisse immer die gleichen: wir brauchen Verständnis, Zuneigung, Liebe und natürlich auch das Lebensnotwendige wie Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf.

Und hier bietet sich ein großes Potenzial für uns um zu helfen, zu trösten – einander Respekt und Liebe entgegenzubringen. Ja, die alten christlichen Tugenden werden wieder, wie schon immer, gebraucht.

Gerhard Jobs