Archiv der Kategorie: Natur

Ein Blick in die Natur

Quelle des Lebens

Natur

Wie schön ist Wald und Flur

geh doch hinaus und schaue nur,

wend deinen Schritt zu stillen Stellen,

genieße von des Wassers und des Lebens Quellen,

 

Fühle, wie sehr du dort belebt,

wie deine Seele sich erhebt.

Ja, schon die ersten Sonnenstrahlen,

nehmen dir des Alltags Qualen,

 

Sieh, selt´ne Blumen dort noch blüh´n,

merkst du, wie dunkle Gedanken dir entflieh´n.

All der Blätter schlichtes Grün,

lässt Frieden in dein Herz einzieh´n.

 

Bald nimmt die Natur dich ganz gefangen,

in Wirklichkeit hast du neu angefangen.

Du bist von ihrer Schönheit sehr ergriffen,

vielleicht, weil du dich nun als ein Teil der Schöpfung hast begriffen,

 

Dein Schritt wird langsamer, du gehst zurück,

seltsam gestärkt bist du, vielleicht sogar beglückt.

Fürwahr, wohl dem, der in Wald und Flur gegangen,

was brachte er schon mit und wie viel hat er doch empfangen.

 

Gerhard Jobs

Braunschweig 1.07.1982

 

 

Mit einem meiner Sinnsprüche möchte ich auf die Bilderreihe,

die zum sich ansehen bereitsteht, hinweisen.

 

Wie herrlich, wie großartig ist Gottes Schöpfung,

. . . kannst Du, kann irgendeiner auch nur das Kleinste von ihr

erschaffen?

 

Winterzauber

„Eine Leseprobe aus dem Roman „Nicole, eine besondere Frau“
Die gut einstündige Fahrt führte sie durch einen wirklich schönen Winterwald. Die Zweige der Bäume waren mit Schnee beladen und hingen tief. Die Sonnenstrahlen der noch tief stehenden Sonne ließen in Eis und Schnee ein herrliches Feuerwerk des Glitzerns und des Funkelns entstehen.
Wenn der Schlitten sie über freie Flächen führte, konnte jeder die Kraft der Sonne, ihre wärmenden Strahlen schon recht gut spüren und fast ungewollt wandte man sein Gesicht der Sonne zu, die Augen dabei fest geschlossen.
Der Winter kann so schön sein, wenn alles so ruhig, so friedlich ist, alles gekleidet in reines Weiß. Keiner sprach ein Wort, alle genossen die sich friedlich vor ihnen ausbreitende Natur, oder sie hingen ihren Gedanken nach. Dieses Empfinden wurde auch durch das rhythmische Stampfen der Pferde, die den Schlitten teilweise durch recht tiefen Schnee zu ziehen hatten, nicht gestört. Eher im Gegenteil, es verführte dazu, innere Ruhe zu suchen und zu finden.
Aus ihren Gedanken zur Wirklichkeit zurück wurde Nicole durch den Hinweis von Ulf geführt, doch einmal nach links zu schauen und sich die schönen kleinen, fast komplett mit Schnee bedeckten Tannen anzusehen. Diese sahen ja nun wirklich putzig aus, wie kleine Mönche, die ihre Kapuzen aufgesetzt hatten. Davor verlief ein schmaler Bach gefüllt mit klarem Wasser, der hin und wieder von Schneebrücken abgedeckt war. In ihm spiegelten sich die über ihm befindenden Bäume mit ihrer Schneelast und den vielen glitzernden kleinen, von der Sonne beschienenen Eiszapfen, die sich an etlichen Zweigen infolge von tauen und gefrieren, gebildet hatten. „Diese Landschaft ist einfach herrlich“, sagte nun auch Charlotta, die ebenfalls von Ulfs Worten an Nicole veranlasst wurde nach links zu blicken. Auch sie war gleich allen anderen von all dem Schönen irgendwie überwältigt.
Bestimmt wären viele andere, gern bei der Schlittenfahrt mit dabei gewesen, hätten sich den schönen Winterwald angesehen, hätten sich verzaubern lassen wollen.“
Dieses ist dank der modernen Medien doch möglich, wenn auch nur auszugsweise mit begrenztem Blickwinkel. Den Wind spüren, die Natur riechen, die Nähe anderer Menschen fühlen, dieses kann jemand nur, wenn er persönlich anwesend ist. Doch mittels einiger Fantasie kann jeder aus Bildern, die einem von der Natur gezeigt werden und der eigenen inneren Bindungen zu der Natur und der Erlebnisse, die einem noch gut im Gedächtnis sind, sich vieles vorstellen und somit auch erleben.

Mit einigen Bildern, die die Eindrücke die Nicole und ihre Familie bei der Fahrt durch den schönen Winterwald erleben konnten, möchte ich auf die Bilderreihe, die zum sich ansehen bereitstehen, hinweisen.